Anfrage zur Zeitumstellung im Regionalverband Saarbrücken

Meine heutige Anfrage an den Regionalverband (PAf 15/05).

Sehr geehrter Herr Gillo,
Sehr geehrte Damen und Herren,

Die Sommerzeit wurde in der Bundesrepublik letztmalig 1980 eingeführt und ist seitdem in Deutschland gültig. Gründe für die Einführung waren zum einen die Anpassung bei der Zeitumstellung an die westlichen Nachbarländern, zum anderen energiepolitische Gründe als Reaktion auf die Ölkrise von 1973. Man versprach sich von der Zeitumstellung signifikante Energieeinsparungen. Jedes Jahr, insbesondere wenn die Umstellung von der Winter- auf die Sommerzeit erfolgt, fachen erneut die Diskussionen an, man möge die Zeitumstellung doch wieder abschaffen. Zur Begründung werden u.a. diverse Beispiele aufgeführt, weswegen die Zeitumstellung schlecht für uns und unseren Organismus sei.
So verschlief beispielsweise der bayrische Ministerpräsident Horst Seehofer im April 2014 eine Telefonkonferenz mit der Bundeskanzlerin, weil er vergessen hatte, seinen Wecker auf Sommerzeit umzustellen.

Vor diesem Hintergrund bitte ich die Verwaltung unter gebührender Berücksichtigung des Einreichdatums um schriftliche Auskunft über die folgenden Fragen:

  1. Hat die Verwaltung des Regionalverbands in der Nacht vom 28. auf den 29. März 2015 in allen öffentlichen Gebäuden die Zeit oder die Uhren umgestellt?
  2. Wie möchte der Regionalverband verhindern, dass durch die Zeitumstellung ein Raum-Zeit-Kontinuum entsteht, also sich Raum und Zeit in einer einheitlichen vierdimensionalen Struktur vereinigen?
  3. Wie stellt die Verwaltungsspitze sicher, dass alle Kirchen im Regionalverband jeweils rechtzeitig ihre Kirchturmuhren von Sommer- auf Winterzeit und von Winter- auf Sommerzeit umstellen, so dass verhindert werden kann, dass die Bevölkerung durch eine falsche Anzahl von Glockenschlägen verwirrt und deren Biorhythmus gestört wird?
  4. Wie hoch sind die Kosten, die dem Regionalverband durch die Abstellung saarländischer Beamtinnen und Beamten sowie von Angestellten im Öffentlichen Dienst entstehen, um zweimal jährlich alle Uhren in öffentlichen Gebäuden von Sommer- auf Winterzeit und von Winter- auf Sommerzeit umzustellen?
  5. Wie viele Beamtinnen und Beamten sowie Angestellte im Öffentlichen Dienst werden hierfür befristet ein- bzw. eigens für diese Tätigkeit abgestellt und von ihren sonstigen Aufgaben entbunden?
  6. Wohin werden diese Uhren umgestellt? Gibt es dazu einen jährlichen, angepassten Uhrenumstellungsfestsetzungsplan?
  7. Wie beurteilt die Verwaltungsspitze des Regionalverbands den Vorschlag, statt digitaler und Strom verbrauchender Uhren wieder Sand- oder Sonnenuhren einzusetzen, um damit die Energiekosten in öffentlichen Gebäuden erheblich zu senken?
  8. Welche alternativen Zeitmessmethoden stellt sich der Regionalverband noch vor?
  9. Wie viele Termine wurden im Zeitraum 2009 bis 2014 seitens des Regionalverbands in den Folgetagen der Zeitumstellung verpasst, weil sich Beamtinnen und Beamte oder Angestellte im Öffentlichen Dienst, bzw. die Verwaltungsspitze noch nicht an die jeweilige Zeitumstellung gewöhnt oder vergessen haben, ihre Uhren rechtzeitig umzustellen?
  10. Welche Kosten sind dem Regionalverband hierdurch insgesamt entstanden? (Bitte nach Jahr und Kosten einzeln aufschlüsseln.)
  11. Wie viele Computer in Verantwortung der Verwaltung des Regionalverbands zeigen systemweit die falsche Uhrzeit an, weil sie nicht regelmäßig gewartet werden bzw. seit Jahren keine neuen Systemupdates mehr installiert wurden?

Herzlichen Dank im Voraus an die Verwaltung für die Zeit und Mühe, die Sie die Bearbeitung dieser Anfrage zusätzlich kostet.

Mit freundlichen Grüßen

Ein ganz großes Dankeschön geht an Andrea und Holger für die Hilfe und die Inspiration bei der Erstellung der Fragen. Mit Euch macht es einfach Spaß!